Schutz gegen Schneedruck und Überschwemmungen

Schnee: Schwere Last für Gebäude

Elementarschadenversicherung als finanzieller Unterbau.

Vielerorts ist die Lage ernst: Hohe Schneelasten drohen Dächer zum Einsturz zu bringen, das Risiko von Überschwemmungen nimmt zu und es soll weiter schneien – nicht nur in den bereits ausgerufenen Krisengebieten. Was für Sie wichtig ist, wenn Ihr Gebäude betroffen ist, erklären wir hier.

Schwerwiegendes Problem: Schnee hält Alpenregion in Atem

Lawinen, gesperrte Straßen, eingeschneite Ortschaften und Schneedruck auf dem Dach: Für die Menschen in der Alpenregion startet das Jahr 2019 mit jeder Menge Schnee und Katastrophenalarm. Langsam entspannt sich die Lage in einigen Gemeinden, in vielen herrscht aber noch immer der Ausnahmezustand.

Außerdem nicht zu unterschätzen: Wenn der Schneefall nachlässt und Tauwetter einsetzt, kehrt in den betroffenen Regionen nicht sofort wieder Ruhe ein. Meist folgen Überschwemmungen, die erneut Gebäudesubstanz und Inventar gefährden. Was können Sie tun, wenn Sie betroffen sind und welchen Schutz bietet unsere Elementarschadenversicherung?

Gut zu wissen: So viel wiegt Schnee

Schon zehn Zentimeter Schnee können mehr als 100 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Waage bringen. Und: Je älter und nasser der Schnee ist, desto schwerer wird er – und vergrößert damit das Risiko, dass Dächer einstürzen oder Dachlawinen abgehen.

Wer ist besonders gefährdet?

Das Risiko der Schneemassen herrscht bundesweit und sollte daher standardmäßig zu jedem Versicherungsschutz gehören. Bestimmte Regionen und Bauarten weisen jedoch eine größere Schadenhäufigkeit auf – Deutschland ist daher in verschiedene Schneelastzonen eingeteilt. 

  • Die meisten Schneelastschäden werden dementsprechend in Mittel- und Südostdeutschland verzeichnet. Besonders betroffen sind die Postleitzahlenbereiche 0 und 9.
  • Die größte Schadenhäufigkeit weisen Gebäude, die zwischen 1919 und 1948 gebaut worden sind, auf. Sie liegt 41 Prozent über der Durchschnittsquote!
  • Große Spannweiten und schlechte Entwässerungssysteme von Flachdächern erhöhen ebenfalls das Risiko für Schneedruckschäden.
  • Besonderes Augenmerk sollte auf die Halterungen von Photovoltaik-Anlagen gelegt werden, bei zu viel Schnee drohen diese abzureißen.
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Schadenhäufigkeit Schneedruck 2007 - 2016 nach Postleitzahlbereichen. Daten: VHV, Grafik: IFB-Studie „Bauschäden durch Klimawandel“

Studie Bauschäden durch Klimawandel

Die VHV-Bauforschung hat gemeinsam mit dem Bauherren-Schutzbund e. V. und dem Institut für Bauforschung e. V. (IFB) eine Studie zum Thema Bauschäden durch Klimawandel veröffentlicht; u.a. Statistiken zu Schneelast- und Überschwemmungsschäden.

Unsere Empfehlung: Ele­men­tar­schä­den absichern!

Es gibt die sogenannten erweiterten Naturgefahren – auch Elementarrisiken genannt. Dazu gehören u. a. Hochwasser, Starkregen, Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch und Erdsenkung sowie Erdbeben. Wer sein Betriebsgebäude, Inventar sowie Betriebsunterbrechungen (BU) auch dagegen absichern will, braucht den erweiterten Naturgefahrenschutz (Elementarschadenversicherung). Diesen gibt es als Zusatzbaustein zur bestehenden gewerblichen Gebäude-, Inhalts- und BU-Versicherung. 

Wenn sich starker Schneefall zum Beispiel auf einem Flachdach ablagert, kann das Gewicht der Schneemassen das Dach im Extremfall zum Einsturz bringen. Die Elementarschadenversicherung I kommt für den entstandenen Schaden auf. Geht dabei auch Inventar zu Bruch, leistet die Inhaltsversicherung. Bei nachfolgenden Überschwemmungen durch Tauwetter greift selbstverständlich der Elementarschutz in Form der Elementarschadenversicherung II.

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