Sicherheit im Internet

Augen auf im Datenverkehr

So können Sie Gefahren aus dem Netz entgegenwirken.

Das Internet bietet jede Menge Vorteile: Sie erledigen Ihre Überweisungen ganz bequem von zu Hause aus, kaufen das Geburtstagsgeschenk für Ihre Nichte im Online-Shop, schauen Videos, hören online Musik und tauschen sich auf sozialen Netzwerken mit Bekannten und Freunden aus. Wieso aber informiert sich nur noch rund die Hälfte aller deutschen Internetnutzer über die Sicherheitslage im Netz? Welche Tipps Sie mindestens beherzigen sollten, um Cyberrisiken entgegenzuwirken, lesen Sie hier.

Alarmierende Zahlen vom Bundeskriminalamt (BKA)

Computerbetrug, Ausspähen, Abfangen und Verändern von Daten, Computersabotage, missbräuchliche Nutzung von Telekommunikationsdiensten: Die Liste der Delikte unter den im Jahr 2016 registrierten 82.649 Fällen von Cyberkriminalität ist lang. Und einzelne Straftaten wie zum Beispiel Erpressungen, die mit Hilfe des Internets verübt werden, tauchen darin noch nicht einmal auf. Die Zahl der Fälle mit dem Tatmittel Internet liegt so bei über 253.290. Obwohl die Schadenfälle laut BKA Bundeslagebericht weiter stark ansteigen, informieren sich laut aktuellen Umfragen des Marktforschungsinstitutes YouGov allerdings nur noch 50 Prozent der deutschen Internetnutzer über das Thema Sicherheit im Netz – nicht zuletzt, weil sie bei allen Risiken den Überblick zu verlieren scheinen. Elf Prozent der privaten Internetnutzer treffen keine Vorkehrungen, verzichten auf Virenscanner und wichtige Privatsphäre-Einstellungen. Dabei können Sie schon mit einigen einfachen Tipps die Gefahr eindämmen.

Tipps für einen bewussten Umgang mit der Gefahr:

  • Seien Sie skeptisch: Sie bekommen eine Mail von Ihrer Bank, die Sie auffordert, Ihre Zugangsdaten zu bestätigen? Ein Online-Shop bittet Sie, eine Test-Transaktion unter einem bestimmten Link auszuführen? Kein seriöses Unternehmen würde so etwas von seinen Kunden verlangen.
    • Egal ob in Mails oder auf Facebook, Twitter und Co.: Klicken Sie nicht leichtfertig auf unbekannte Links!
    • Kontrollieren Sie Absender, Betreff und Abbinder der E-Mail.
    • Achten Sie auf das Sicherheitsschloss neben der URL einer Website – damit sind Sie meist auf einer sicheren Seite unterwegs.
    • Melden Sie verdächtige Mails der Website, von der sie angeblich kommen.
  • Updates sind Pflicht: Halten Sie Ihre Betriebssysteme und Computerprogramme immer auf dem neuesten Stand! Sie schließen damit bekannte Sicherheitslücken, die sich schädliche Software zu Nutze macht.
  • Installieren Sie sich Hilfe: Gute Anti-Virenprogramme erkennen Bedrohungen auch im laufenden Betrieb, eine Firewall schützt zusätzlich.
  • Sichere Passwörter: Passwörter sollten möglichst komplex sein. Nutzen Sie eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Verzichten Sie darauf, dasselbe Passwort für mehrere Websites zu benutzen.
  • Trauen Sie nur bekannten Netzwerken: Verbinden Sie sich nur mit verschlüsselten Netzwerken (Verschlüsselungsstandard WPA2) und geben Sie keine vertraulichen Daten in Notebook oder Handy ein, wenn Sie mit einem öffentlichen Hotspot verbunden sind.
  • Sichern Sie sensible Daten: Ungenutzte aber vertrauliche Daten löschen Sie am besten von Ihrem Rechner – speichern Sie sie lieber auf einem externen Medium.
  • Sicherungskopien helfen: Wenn doch einmal etwas passiert und Sie Ihren Rechner neu konfigurieren müssen, helfen Ihnen Sicherungskopien. Am besten sichern Sie ein Systemabbild in regelmäßigen Abständen – bei wichtigen Daten am besten auf zwei verschiedenen Datenträgern.
  • Schützen Sie Ihre Daten: Betrüger verschicken oft ganz gezielt Mails mit bedrohlichen Inhalten. Gehen Sie daher behutsam mit Ihren persönlichen Daten um und überlegen Sie sich lieber zwei Mal, ob Sie sich in sozialen Netzwerken zum Beispiel als Angestellter einer Bank zu erkennen geben wollen.

Haftpflichtversicherung: für den Schadenfall trotz Vorsicht!

Trotz aller Bemühungen: Betrüger arbeiten ständig daran, Viren weiterzuentwickeln. Sie können also auch bei aller Vorsicht Opfer von Cyberkriminalität werden. Ihre Sicherheitsvorkehrungen helfen Ihnen aber selbst dann. Denn: Übertragen Sie zum Beispiel unwissentlich einen Virus per USB-Stick, kann schnell jede Menge Ärger auf Sie zukommen. Der Rechner Ihres Bekannten muss neu aufgesetzt werden, teure Verfahren retten eventuell noch einige Daten von der Festplatte. 2016 entstanden durch Cyberkriminalität in Deutschland Schäden von insgesamt 51,63 Millionen EUR. Eine private Haftpflichtversicherung wie unsere PHV KLASSIK GARANT springt nur dann für den von Ihnen bei einem Dritten verursachten Schaden ein, wenn Sie selbst dafür Sorge getragen haben, dass die übermittelten Daten auf Ihrem Rechner mit einem aktualisierten Abwehrsystem gegen Viren geprüft worden sind.

Diesen Artikel teilen

Weitere Artikel