Kfz-Ver­si­che­rung

Sicher unterwegs im Wohnmobil

So fahren Sie sorgenfrei in die Ferien.

Über Feiertage oder zur Ferienzeit sieht man sie wieder sehr häufig auf den Straßen Europas: Campingfahrzeuge. Die Häuser auf vier Rädern werden bei den Deutschen immer beliebter. Doch wie reisen und schlafen Sie im Urlaub sicher und sorgenfrei? Wir haben einige Tipps für Wohnmobil-Urlauber ­– und solche, die es werden wollen – gesammelt.

Welches Gefährt dürfen Sie steuern?

 

Führerscheine vor 1999

Zulässiges Gesamtgewicht Führerscheinklasse
Wohnmobile bis 7,5 t 3

 

Führerscheine ab 1999

Zulässiges Gesamtgewicht Führerscheinklasse
Wohnmobile bis 3,5 t B
Wohnmobile bis 7,5 t C1
Wohnmobile über 7,5 t C

 

Das maximal zulässige Gesamtgewicht finden Sie in den Fahrzeugpapieren, Ihre Zuladung darf diese Gewichtsgrenze nicht sprengen.

Clever packen und verzichten

Beim Verreisen mit dem mobilen Schlafplatz gilt: Verzichten Sie soweit es geht auf schweres Gepäck. Denn: Werden Sie im Ausland mit einer Überladung erwischt, kann das in manchen EU-Ländern bis zu 2.000 Euro Strafe kosten. Beherzigen Sie daher beim Beladen folgende Tipps:

  • Fahren Sie nicht mit vollem Frischwassertank. Füllen Sie ihn lieber erst am Zielort auf.
  • Den Platz in Heckgaragen sollten Sie nicht völlig ausreizen. Zu viel Gewicht an dieser Stelle kann nicht nur wegen der zulässigen Gesamtmasse Ärger bringen, es kann auch zum Überhang und einer großen Hebelwirkung kommen, die Ihnen das Steuern des Fahrzeugs deutlich erschwert.
  • Geschirr aus Plastik oder Melamin und Töpfe aus Aluminium reduzieren nicht nur das Ladungsgewicht, sondern gehen auch nicht so schnell kaputt.
  • Schwere Gegenstände gehören nach unten in den Bereich der Achsen. Das stabilisiert in Kurven das Fahrzeug.
  • Wo schon viel Gewicht lastet, wie zum Beispiel im Küchenbereich, laden Sie möglichst wenig zu.

Was Sie trotz Gewichteinsparung immer dabei haben sollten, sind Auffahrkeile, um einen unebenen Untergrund auszugleichen, eine Gasflasche für den Herd, CEE Stromkabel mit Adapter und eine Kabeltrommel.

Mit dem Fahrzeug vertraut machen

Die wenigsten fahren regelmäßig ein Wohnmobil. Deswegen ist es ratsam, vor dem Urlaub einen Fahrtest zu absolvieren. Das machen Sie am besten voll beladen, denn durch zusätzliches Gewicht verändern sich Bremswege und Kurvenverhalten enorm. Üben Sie beispielsweise auf einem Parkplatz, um sich auch mit dem Fahrverhalten und den Maßen des Fahrzeugs (wieder) vertraut zu machen. Notieren Sie sich Höhe und Breite des Fahrzeugs sicherheitshalber auch gut sichtbar für Fahrten durch Tunnel oder unter Brücken.

Ruhig schlafen: So beugen Sie Fahrzeugeinbrüchen vor

In Deutschland und den meisten Ländern in der EU ist Wildcampen verboten. Das bedeutet, Sie dürfen nur auf offiziellen Campingplätzen die Nacht verbringen. Völlige Abgeschiedenheit sollten Sie aber auch vermeiden, um es Kriminellen schwer zu machen. Stellplatznachbarn schrecken nämlich in der Regel Einbrecher und Diebe ab – ebenso eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, Zusatzschlösser und sichtbare Alarmanlagen.

Tipp: Vergessen Sie nie, dass Sie in einem Wohnmobil viele Dinge transportieren, die für Ihr alltägliches Leben einen großen Wert haben – ob nützlich oder finanziell. Dessen sind sich auch Kriminelle bewusst und wittern große Beute. Tragen Sie das Wichtigste und Wertvollste also immer bei sich und lassen Sie es nicht, und vor allem nicht gut sichtbar im Wohnmobil liegen.

 

Die richtige Versicherung für einen sorgenfreien Urlaub

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist für ein Wohnmobil Pflicht, ohne wird es in der EU nicht zugelassen. Verursachen Sie als Fahrer einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, springt die Versicherung für Sie ein. Eine Teilkaskoversicherung sorgt bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des Fahrzeugs für eine Entschädigung. Schäden am eigenen Fahrzeug durch Unfall Vandalismus sind durch eine Vollkasko absichert. Zusatzleistungen wie Schutzbrief, Fahrer- und Auslandsschutz sorgen für den optimalen Rundumschutz.

Tipp: Führen Sie im Ausland die Internationale (Grüne) Versicherungskarte mit. Sie weist nach, dass Ihr Fahrzeug haftpflichtversichert ist und muss in vielen Ländern bei Unfällen vorgelegt werden. In manchen Ländern, wie beispielsweise im Kosovo hat sie keine Gültigkeit, hier muss eine örtliche Kfz-Versicherung abgeschlossen werden.

 

Wenn Sie im Ausland ein Fahrzeug mieten, sind Haftpflicht und Teilkasko meist im Mietpreis enthalten. Informieren Sie sich jedoch über die Deckungssummen der Haftpflichtversicherung. Gegebenenfalls liegen die Versicherungssummen unter dem deutschen Standard. Im Ernstfall kann es so zu einer Deckungslücke kommen – die Mallorca-Police, die bei der Kfz-Haftpflicht KLASSIK-GARANT beitragsfrei enthalten ist,  schließt sie im europäischen Ausland und reguliert bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Unser Artikel „Unfall im Ausland“ erklärt noch einmal ganz detailliert, wie Sie sich bei einem Unfall im Ausland richtig verhalten und sich optimal absichern. So steht einem entspannten Campingurlaub mit Kind und Kegel sicher nichts mehr im Weg.