Un­fall­ver­si­che­rung

K.o.-Tropfen: So schützen Sie sich

Tipps für eine sichere Partynacht

Schwindel, Übelkeit, Filmriss: Nicht nur Alkohol-Konsum kann so enden. Immer wieder werden in Deutschland auch K.o.-Tropfen verabreicht – mit noch schlimmeren Folgen. Die unsichtbaren und fast geschmacklosen Tropfen machen die Opfer müde und träge, bis zur Betäubung und Bewusstlosigkeit. Täter nutzen dann die Wehrlosigkeit ihrer Opfer aus, um sie zu bestehlen oder für körperliche Übergriffe – und davon sind nicht nur Frauen betroffen. Hier erfahren Sie, wie Sie und Ihre Freunde aufmerksam durch die Partynacht kommen.

Gut zu wissen: Was sind K.o.-Tropfen? 
Knock-out-Mittel sind sogenannte psychoaktive Substanzen, das heißt sie funktionieren wie Psychopharmaka, Hypnotika oder Liquid Ecstasy. Die Wirkung der betäubenden Mittel setzt meist innerhalb kurzer Zeit ein und dauert je nach Dosis lange an. Die unfreiwillig verabreichten Drogen führen dazu, dass die Opfer am nächsten Tag unter einem Amnesie-ähnlichen Zustand leiden, begleitet von starken Kopfschmerzen und anhaltender Übel- und/oder Orientierungslosigkeit.


Sicher feiern: Das sollten Sie beachten

  • Nehmen Sie keine Getränke von Unbekannten an.
  • Lassen Sie Ihre Getränke nicht unbeobachtet stehen.
  • Trinken Sie generell nicht zu viel Alkohol, um aufmerksam bleiben zu können.
  • Vereinbaren Sie Blind-Dates nur an öffentlichen Orten – denn nicht nur beim Feiern kann Ihnen etwas untergemischt werden, sondern auch beim vermeintlich romantischen Candle-Light-Dinner in der Wohnung des Dates.
  • Gehen Sie nicht allein feiern und informieren Sie Ihre Freunde, wenn Sie sich nicht gut fühlen; dasselbe gilt andersherum: Achten Sie auf Ihre Freunde und behalten Sie sie im Auge, wenn sie sich auf einmal auffällig verhalten.
  • Gehen Sie nicht allein nach Hause, wenn Sie sich ganz plötzlich schläfrig fühlen und Ihnen schwindelig wird.
  • Vorsicht: Bieten Ihnen Fremde Hilfe an, könnte das eine Masche sein, um Sie aus der Öffentlichkeit zu schaffen. Wenden Sie sich lieber ans Personal der Feierlocation, wenn Sie allein unterwegs sind, und bleiben Sie unter Menschen, wenn Sie Symptome an sich bemerken.


Blackout, was nun?

Viele Opfer wachen völlig orientierungs- und erinnerungslos auf. Betroffenen wird in einer solchen Situation leider häufig erst einmal unterstellt, sie hätten schlichtweg zu viel Alkohol getrunken. Einige lassen sich davon einschüchtern oder trauen sich gar nicht erst etwas zu sagen, weil sie sich schämen. Doch haben Sie Grund zur Annahme, dass Ihnen Ko.-Tropfen verabreicht worden sind, sollten Sie nicht lange zögern und sofort Anzeige erstatten – selbst, wenn der oder die Täter unbekannt sind. Lassen Sie beim Arzt so schnell wie möglich eine Urinprobe und/oder Blutprobe nehmen und auf entsprechende Substanzen testen. Wenn Sie Anzeige erstattet haben, sind diese Tests kostenfrei.

Verlieren Sie keine Zeit! 
Zwar kann eine Probe bis drei Tage nach dem Vorfall sinnvoll sein, doch je länger Sie warten, desto geringer werden die Chancen, etwas nachweisen zu können. Einige Substanzten verlieren Ihre Nachweisbarkeit bereits nach 6 Stunden – zögern Sie also nicht lange!


VHV Unfallversicherung ist an Ihrer Seite:

Während einer durch K.o.-Tropfen hervorgerufenen Bewusstseinsstörung kann einiges passieren. Es muss nicht gleich der Ernstfall eintreten, schon ein Stolpern verursacht mitunter Verletzungen, die nicht gleich in der nächsten Woche wieder verheilt sind. Die Unfallversicherung der VHV wertet – anders als viele Wettbewerber – auch Bewusstseinsstörungen nach K.o.-Tropfen als erweiterten Unfallbegriff. Das heißt: Werden eine Bewusstseinsstörung oder ein Anfall durch ungewollte Einnahme von K.o.-Tropfen verursacht und wurde dies bei der Polizei angezeigt, leisten wir die im Rahmen von VHV Unfall Klassik-Garant - und unterstützen Sie dabei, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Damit es dazu gar nicht erst kommt: Passen Sie gut auf sich auf!

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