Un­fall­ver­si­che­rung und Privat­haft­pflicht­versicherung

Umzug: So helfen Freunde sicher!

Mit der richtigen Versicherung gut gerüstet für den Tapetenwechsel

Im Schnitt steht er bei jedem Deutschen zwischen vier und fünf Mal im Leben an: der Umzug in ein neues Zuhause. Alleine sind die ganzen Kartons, Möbel und Treppen kaum zu bewältigen. Da helfen Familie und Freunde meist gerne! Doch was passiert, wenn dem besten Freund plötzlich der rostige Nagel aus der Schranktür im Finger steckt? Oder der Flachbildfernseher statt im zukünftigen Wohnzimmer auf dem Fußboden landet? Wir klären auf, wie der Freundschaftsdienst sorgenfrei vonstatten geht.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Klirrendes Geschirr, Holzsplitter im Finger oder kaputte Möbel lassen sich mit einer guten Vorbereitung umgehen. Wir haben einige Tipps gesammelt, die den Umzug sowohl für helfende Hände als auch transportierte Gegenstände sicherer machen.

  • Kurze Wege: Sie können bei zuständigen Behörden Halteverbotsschilder beantragen und so im Vorfeld für einen sicheren Parkplatz vor der Tür sorgen. Und kürzere Wege bedeuten auch weniger Stolperfallen.
  • Alte Möbel: Zerlegen Sie wenn möglich Schränke, Tische o.ä. in Einzelteile und beschriften Sie diese. So werden die Möbel handlicher und lassen sich besser tragen. Verpacken Sie die dazugehörigen Schrauben in kleine Tüten, damit beugen Sie zum Beispiel auch Verletzungen durch herausstehende Nägel vor.
  • Richtiges Material: Verwenden Sie beim Einpacken von Gläsern und Geschirr Seidenpapier (Zeitungspapier kann abfärben). Möbel schützen Sie am besten mit Decken oder Folien, Elektronik oder Lampen mit Luftpolsterfolie, Musikinstrumente zwingend mit wasserdichter Folie.
  • Kartons: Besorgen Sie genügend Kartons, füllen Sie diese mit maximal 15 bis 20 kg und lassen Sie die Griffe frei. Nutzen Sie professionelle Umzugskartons statt alte Kisten – so vermeiden Sie Holzsplitter. Für Bücher und Ordner gibt es spezielle Archivkartons: Sie sind stabiler und handlicher. 

VHV Privathaftpflicht 

72 Prozent der Deutschen ziehen in Eigenregie um. Die besten Freunde, die Nachbarn und die Familie arbeiten gern nach dem Motto „Viele Hände – schnelles Ende“. Und dann passiert es: Der Umzugshelfer stolpert und die teuren Weingläser fallen auf den Bürgersteig. Der Schock ist groß, die Entschuldigungen überhäufen sich und es herrscht Bedrückung. Der Umziehende ist seinem Helfer dankbar, möchte dennoch die Gläser ersetzt haben. Ist der Schaden absichtlich zu Stande gekommen, spricht man jedoch von einem Gefälligkeitsschaden.

Gut zu wissen: Laut geltender Rechtsprechung besteht keine gesetzliche Verpflichtung, diese Schäden zu ersetzen. Die Begründung: Erweist jemand unentgeltlich und unter einem gewissen Aufwand einen Gefallen, dann widerspricht es dem menschlichen Empfinden, dass er auch noch das Haftungsrisiko für einen damit verbundenen Schaden tragen soll.

 

Doch mit KLASSIK-GARANT, der Privathaftpflicht der VHV, sind Sie auf der sicheren Seite: Wenn Sie als Umzugshelfer einen Gefälligkeitsschaden verursachen, kommen wir dafür auf. Der Umziehende muss sich keine Sorgen um seine Besitztümer machen und Sie können beherzt zupacken.

Nicht nur private Helfern stolpern. Auch Speditionen und professionellen Umzugshelfern passieren Fehler. Sie sind grundsätzlich abgesichert, jedoch beschränkt sich die Haftung auf 620 Euro pro Kubikmeter der neuen Wohnung.  

VHV Unfallversicherung

Der Umzugshelfer kann nicht nur Verursacher eines Schadens sein, sondern auch schnell Opfer eines Unfalls. 2015 haben sich 9,73 Millionen Deutsche bei einem Unfall verletzt, 7,04 Millionen davon im Hausbereich oder in ihrer Freizeit. Auch bei einem Umzug gibt es einige Gefahrenquellen für Wunden und Schrammen. Eine rostige Schraube, ein zu schwerer Umzugskarton, ein herunterfallende Bodenvase: All das kann Verletzungen nach sich ziehen. Doch der Umziehende haftet nur, wenn er die Schuld für die Verletzung trägt. Stolpert der Helfer oder lässt das schwere Lexikon auf seinen Fuß fallen, ist er selber verantwortlich. Wer also öfter seinen Bekannten unter die Arme greift, sollte über eine Unfallversicherung nachdenken.

Die Unfallversicherung der VHV sichert Sie optimal ab und leistet zum Beispiel bei Knochenbrüchen und Bänderrissen Schmerzensgelder – oder sorgt für Zahnersatz, wenn Sie bei einem Sturz unglücklich fallen. So können beide Seiten entspannt und ohne Sorge den nächsten Freundschaftsdienst planen.